Betroffen?

Haben Sie das Gefühl, um Sie herum wird es kälter und einsamer? Sie arbeiten viel, immer mehr und Sie denken immer öfter, dass auch noch mehr nicht genug sein wird. Man lässt Sie ihre Ziele höher setzen, aber Sie müssen sie mit weniger Menschen und Mitteln erreichen. Zu Ihrer eigentlichen Arbeit kommen Sie immer seltener. Sie machen sie frühmorgens bzw. nach Feierabend, in Ruhe. Sie verbringen dafür mehr und mehr Zeit mit dem Lesen bzw. Löschen von e-mails und Dokumentieren. Häufig sind Sie auf Meetings und Trainings. Lieferverzug, hohe Rückrufquoten oder Kundenbeschwerden irritieren Sie, ist Ihre Organisation doch QS-zertifiziert.

Am Ende gehören Sie gar zu den mindestens 67 %, die mit Ihrer Führung unzufrieden sind und das Gefühl haben, Ihre Organisation sei nicht wegen sondern trotz ihrer Manager ("leadership-excellence") erfolgreich. Früher hat man Ihnen gesagt, Sie seien als Führungskraft oder Mitarbeiter ein unentbehrlicher Gewinnmacher. Das hat Sie angespornt. Heute lässt man Sie unmissverständlich wissen, dass Sie ein Kostentreiber sind und bleiben werden. Das macht Ihnen Angst.

Man hat Ihnen auch klar gemacht, Einsparungen seien das höchste und ureigenste Unternehmensziel. Sie wissen inzwischen auch, dass es ökonomischer Unsinn ist, Gewinne wieder in die Produktion zu stecken, statt sie in den Kapitalmarkt zu trans- ferieren. Nur so könne Ihr Arbeitsplatz gesichert werden. Sie glauben das bloß nicht so recht? Sie denken stattdessen vielleicht, 20 - 30 % Nettorendite seien nicht normal? Nur unter Substanzvernichtung zu erreichen? Sie sagen es ginge auch anders?

Nun lässt man Sie wissen, wenn Sie den "turn-around" nicht mehr als Herausforderung sehen können, daraus keine "can-do" Philosophie ableiten können, sind Sie im falschen Unternehmen. Sie sind unflexibel und wenn das so weiter geht, werden Sie den Aufgaben, die in Zukunft auf Sie zukommen, nicht mehr gewachsen sein: "Misfit for future!" Also schweigen Sie, machen tapfer weiter. Doch was, wenn Sie die Erwartungen Ihres Arbeitgebers immer weniger erfüllen können und dabei zugleich Schaden an Psyche und Körper nehmen? Wenn die Angst vor dem Jobverlust sich wie eine bleierne Decke über Ihr Dasein legt?

Zählen Sie schon insgeheim die Jahre bis zu Ihrem (vorzeitigen) Ruhestand? Zu viele? Fühlen Sie sich schon jetzt ausgebrannt, suchen Sie die verlorene Freude an der Arbeit? Werden Sie zunehmend zynischer und gleichgültiger ohne dass es Ihnen dadurch besser ginge? Können Sie nicht mehr abschalten? Sind Sie abends oder am Wochenende schon zu kaputt, um sich zu erholen? Meldet sich bei dem Gedanken an die Familie statt Freude das schlechte Gewissen? Gibt es überhaupt noch ein Leben jenseits der Arbeit?

Wenn Sie sich in alledem wiedererkennen, blättern Sie weiter. Wenn nicht, dann drücken sie einfach auf das kleine x in der Ecke rechts oben!

Impressum