Methodik

Viele Wege führen zum Ziel. Es gilt jenen herauszufinden, der in einem bestimmten Augenblick Wollen und Können optimal vereint. Einen "Königsweg" gibt es nicht, die Änderungsaufträge und Ressourcen der Klienten sind komplex und dynamisch. Ich verzichte deshalb im Coaching bewusst auf eine Unterordnung unter bestimmte Interventionstechniken wie z.B. NLP oder systemische Vorgehensweise. Als Grundlage für ein erfolgreiches Vorgehen dienen hingegen aktuelle verhaltenswisenschafliche bzw. kurzzeittherapeutische Erkenntnisse wie z.B. in Form des Selbstmanagements nach Kanfer:

"Nothing succeeds like success"!

Mit anderen Worten: Alle Bemühungen gelten einer möglichst raschen Änderung auf Verhaltensebene und damit der Gewinnung neuer, positiver Erfahrungen nach dem Motto: "Suchst Du eine helfende Hand, so findest Du sie am Ende Deines Armes"! Ursachen, Zusammenhänge, Hintergründe der jeweiligen Problematik werden erfasst. Ihre Vertiefung ist jedoch im Gegensatz zur landläufigen Meinung in Hinblick auf die Lösung bzw. Beseitigung eines Problems in der Regel nicht nur wenig hilfreich sondern oft sogar hinderlich.

Die Vorgehensweise selbst umfasst, begleitet von ständiger Reflexion folgende Schritte:

  1. Erfassung der Problementwicklung, der aktuellen psychischen und ggf. physischen Betroffenheit (durch Mediziner), der subjektiven Ressourcen sowie der Struktur und Dynamik der Selbst- und Fremdhemmung.

  2. Gemeinsame Ableitung von Änderungszielen und Anreizen für deren Erreichung.

  3. Vermittlung (Anleitung, Einübung und Hilfestellungen bei der Umsetzung) neuer, wirksamer Verhaltensweisen ("Copings") zur Herbeiführung der notwendigen Ände- rungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Vorgehensweisen, die es den Betroffenen in seiner Selbstbehauptung zum ersten Male gestatten, über den Punkt hinauszugehen, an welchem sie früher immer wieder aufgegeben haben.
Im Falle von Bossing oder Mobbing erfolgt eine intensive Einübung in effektive "psychologische Selbstverteidigung". Und steht der Jobverlust bevor oder ist er bereits erfolgt, erhalten Sie eine umfassende Unterstützung zur Wiederherstellung Ihres Selbstvertrauens. Das gleiche gilt, wenn Ihr Arbeitgeber Sie veranlasste, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Sollten Befunde von klinischer Relevanz vorliegen, besteht ein Angebot spezifischer verhaltenstherapeutischer Maßnahmen. Hier stehen an erster Stelle Methoden der Stressprävention und -bewältigung (z.B. bei Hyperaktivität, Schlafstörungen) sowie der Behandlung von Abhängigkeiten oder Übergewicht. Eine enge Kooperation in einem Netzwerk von Medizinern gewährleistet die verantwortungsvolle Wahrnehmung der Rolle somatischer Aspekte. Bei allem gilt: Nicht die vergebliche Anpassung an überzogenen Ziele (z.B. noch mehr Effizienz, Excellence), sondern die konsequente und langfristige Selbstbehauptung innerhalb subjektiv als feindselig erlebter Strukturen ist das Ziel. Alles andere, so ist meine Überzeugung, macht Sie auf Dauer krank.
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